Geschichte


2011 Seit März leiten Dr. Louise Rech und Dipl. Ing. Michael Malkus die Clinica Tucunaré und setzen die Arbeit des FKI bei den Urarina fort.
   
2010 Am 29. November geht die neue Homepage des FKI online. Die Seite wird verwaltet, betreut und gesponsert von der Firma wavepoint e.K. (Leverkusen). Der von BigSky PR & Events e.K. (ebenfalls Leverkusen) neu eingerichtete Pressebereich steht auch in Zukunft unter deren fachkundiger und für den Verein kostenlosen Pflege.
   
2010 Ab Februar arbeitet der deutsche Arzt Daniel Peter aus Bonn am Rio Chambira, der die Ärztin Carol Böttger abgelöst hat, die übergangsweise die Klinik geleitet hatte. Ab Mai 2010 wird Daniel in seiner Arbeit auch von seinem Kollegen und ehemaligen Kommilitonen Dr. Jan Schnapauff unterstützt.
   
2008 Das Ärztepaar Dr. Susanna Heising und Jan Heising arbeiten bei den Uraninas am Rio Chambira in der Klinik Tucunaré. Seit 2007 beginnt im Projekt Tucunaré auch der Aufbau eines Kindergarten. Dieser wird 2009/2010 zum Modellkindergarten Albert Schweitzer Tucunaré ausgebaut. 

Am Rio Pachitea (früher Klinik Puerto Inca) und am Rio Pichis (früher Klinik Cahuapanas) arbeiten weiterhin Promotores de Salud (zum Teil in zweiter Generation). Hier organisieren wir jährliche Fortbildungen. Jedes Jahr treffen sich alle Promotoren zu einem Fortbildungskurs von einer Woche.

Bei den Ashanincas am Rio Pichis helfen wir mit der Bezahlung von bilingualen Lehrern.
weitere Informationen: Schulhilfe
   
Seit 1998 Planung und Aufbau eines Hilfs-Projektes am Rio Chambira, einem Nebenfluß des Rio Marañon. Die dort betreute Bevölkerung (die indigenen Gruppen der Urarina) leidet vor allem unter einer epidemischen Malaria der schwersten Form. Auch hier: Aufbau einer Kleinst-Klinik, Ausbildung von Promotores de Salud und regelmäßige Flussarzt-Betreuung aller erreichbaren Siedlungen. In Absprache mit den regionalen Gesundheitsbehörden Perus: Einsatz von Ärzten aus Deutschland und den Niederlanden, die jeweils 1 1/2 Jahre oder zwei Jahre im Projekt arbeiten.
weitere Informationen: Chambira-Projekt
   
Seit 1988 ist das von Frau Prof.Dr. Dr. h.c. Ina Rösing ausgebaute Hilfswerk für die indigene Bevölkerung in der Apolobamba-Kordillere der Hoch-Anden Boliviens, den Kallawaya, vereinsrechtlich Teil des Freundeskreis Indianerhilfe e.V. Diese Hilfs-Projekte (früher die Gesundheitsstation Ragane und aktuell die Infrastruktur-Hilfe mit Brückenbauten und Dorfgemeinschafts-Häusern, sowie Einzel- und direkte Not- und Katastrophenhilfe) werden von Prof. Rösing persönlich geplant und vor Ort durchgeführt, kontrolliert und weiter ausgebaut. Aktuell werden von ihr besonders die Veränderungen in der Kallawaya Region untersucht, die seit der Ernennung zum Weltkulturerbe entstanden sind.
   
1988 Nach einem Überfall der „Senderistas“ - der peruanischen Terrororganisation „Leuchtender Pfad“ (Sendero Luminoso) - auf unsere Station in Cahuapanas/ Pichis, mussten die nicht-peruanischen Mitarbeiter abgezogen werden. Durch die ausgezeichnete Aus- und Fortbildung der Promotores de Salud und durch vorsorglichen Aufbau je einer Promotoren-Organisation (nach peruanischem Recht), konnte die gesundheitsmedizinische Basisarbeit und die Betreuung der Bevölkerung in eigener Regie bruchlos und kontinuierlich fortgesetzt werden. Lediglich die regelmäßige Finanzierung dieser Arbeit (Logistik, Medikamente, Instrumente, personale „Gratifikationen“) erfolgt aus Deutschland, bei gleichzeitig exakter Buchführungskontrolle und regelmäßiger jährlicher Supervision durch einen deutschen und/oder schweizerischen Arzt. (ca. 4-wöchige Flussreisen).
Das Prinzip: Hilfe zur Selbsthilfe, dem der FKI sich seit Anbeginn seiner Arbeit bindend verpflichtet hatte, war erfolgreich.
   
1973 Auf- und Ausbau einer Kleinst-Klinik/mit der gleichen Zielsetzung wie in Puerto Inka) in Cahuapanas/ Rio Pichis und seinen Nebenflüssen Apurucayali, Anacayali und Shirarine durch die Drs. med. Elmar und Vreni Heimgartner.
Seit Oktober 1972 (in Puerto Inka / Pachitea) und September 1973 (in Cahuapanas / Pichis) ununterbrochene Besetzung dieser beiden Kleinst-Kliniken durch deutsch, schweizerische und niederländische Ärzte mit jeweiligen (Ehe-)Partnern (z. T. ebenfalls Ärztinnen, bzw. für medizinische Hilfstätigkeiten als Krankenschwestern, Laborassisteninnen, Sprechstundenhelferinnen ausgebildet)
   
1972 Gründung einer ambulanten Hilfsstation mit Kleinst-Klinik in Puerto Inca/Rio Pachitea durch Dres. med. Elmar und Vreni Heimgartner/Basel zur
ambulanten und stationären Betreuung der Yaneshas und Ashanincas am Rio Pachitea mit Nebenflüssen. Allmählicher Aufbau eines gesundheitlichen Betreuungssystems durch in der Kleinst-Klinik ausgebildete, aus den Fluss-Siedlungen selbst stammende Promotores de Salud.
   
28.09
1994
Übergabe (donacion) des mexicanischen Hilfsprojektes an Asociation Programa Compartamos/Mexico
   
17.11
1973
Namensänderung in: Freundeskreis Indianerhilfe e.V.
1973 bis 31.12.1996
Verantwortliche Trägerschaft und Finanzierung des Mexico-Projektes durch die Hilfsvereine Schweizer Indianerhilfe, Basel, The Binder-Schweitzer-Foundation, inc. USA, Freundeskreis e.V.
   
21.10
1972
Namensänderung des Hilfsvereins:
von: Freundeskreis Amazonas-Hospital „Albert Schweitzer“ e.V.
in : Freundeskreis Amazonas-Hospital Indianerhilfe e.V.
   
1974 Übergabe des gesamten Hilfsprojekts an das Gesundheitsministerium des peruanischen Staates.
   
1973 Beginn eines neuen, gleichartigen Hilfsprojektes in Zentral-Mexico, in Santa Ana Nichi bei Toluca/Mexiko: Centro Hospitalrio y de asistencia agropecuria y artesanal
   
1969 Dringend erforderlich gewordene Erweiterung der Arbeitsmöglichkeiten des Hospitals durch einen neuen Betten-Trakt.
Seit 1961 im Durchschnitt 500 Patienten stationär, 10 000 bis 15 000 Patienten ambulant, Rö.-Untersuchungen ca. 5000, Laboruntersuchungen: ca. 18 000, Operationen: ca. 1 200 (jährlich). 3 - 4 Ärzte und 4 Krankenschwestern (aus Europa) und eine Reihe im Hospital angelernter Schwestern-Helferinnen aus der Umgebung.
Landwirtschaft: 90 ha Kunstweide, 23 ha Naturweide, 50 Stück Milchvieh (Brown-Swiss), 35 Stück Milchvieh (Criollo), Schweine, Hühner, Enten, 1 Pferd, landwirtschaftliche Maschinen, 2 Diplom-Landwirte (Europa), 15 - 20 Shipibos als Lehrlinge und Hilfskräfte.
   
1960 Eröffnung der Arbeit des Hospital Amazonico „Albert Schweitzer“.
   
1959 Besuch von Theodor und Carmen Binder bei Albert Schweitzer in seinem Hilfsprojekt in Lambarene, am Fluss Ogowe in Gabun/Westafrika.
   
1958 Gründung eines Hilfsvereins „Freundeskreis Amazonas-Hospital 'Albert Schweitzer‘ e.V." Bonn mit einer Reihe regionaler Gruppen in der gesamten Bundesrepublik Deutschland, ferner im weiteren Verlauf der Hilfsarbeit in Peru zusätzliche Hilfsvereine in der Schweiz, in Frankreich, in Schweden, in Kanada, in den Niederlanden, in den USA und Gründung einer FUNDACION MEDICO-SOCIAL AMAZONICA in Lima/Peru, als rechtlichem Träger des Hilfsprojektes in Yarina Cocha bei Pucallpa.
   
1956 Beginn des Auf- und Ausbaues eines größeren Hilfsprojektes in Nähe von Pucalpa in der Selva (Urwald) von Peru zunächst mit einem Hospital, später mit einer Basis- und Lehrfarm für Viehzucht und schließlich mit Anlagen für die Unterkunft und die Ausbildung von Promotores de Salud (Gesundheitshelfern) aus dem indigenen Stamm der Shipibos. Bis 1962 weiterer Ausbau durch Wirtschafts-Gebäude. (Finanzielle Hilfe durch Brot für die Welt und Misereor)
   
1948 Dr. med. Theodor Binder und seine Frau Carmen Binder planen nach dem Vorbild von Albert Schweitzer ein Hilfsprojekt für die Shipibos, eine indigene Volksgruppe in der Selva von Peru aufzubauen. Erste ärztliche Tätigkeit Dr. Binders bei der Franziskaner-Mission in Oxapampa am Rio Cochapampa.