Albert Schweitzer Kindergarten Tucunaré

Das Kindergartenprojekt Albert Schweitzer Tucunaré auf dem Gelände der Klinik Tucunaré ist eine direkte Antwort auf Probleme vor Ort und setzt an bei Kindern im Vorschulalter.

Mit Esther (links), Marie (rechts hinten) und Martha (vor ihr) Versäumnisse in dieser Altersstufe sind in späteren Jahren nur mit zunehmendem Aufwand zu kompensieren. Es ist der erste Kindergarten im gesamten Urarinagebiet und angesichts des großen Bedarfs ein dringend nötig gewordenes Pilotprojekt. Seit März 2010 besuchen den Kindergarten derzeit 31 Kindern aus der Nachbarschaft. Erstmals in der Geschichte des FKI haben wir hierfür Gelder der deutschen Entwicklungshilfe bekommen.  

Die pädogogische Betreuung der Kinder erfolgt:

  • durch eine peruanische Kindergärtnerin aus Iquitos
  • eine deutsche Lehrerin und eine junge Urarina
  • Ein Fahrdienst holt Kinder die Kinder aus der Gemeinde Pijuayal und ihren Häusern entlang des Flusses ab und bringt sie wieder zurück.

Wir bieten zusätzlich:

  • Qualitativ hochwertige Ernährung im Kindergarten
  • Gesundheitliche Versorgung durch das Klinikpersonal

Die Finanzierung des Betriebs des Kindergartens geschieht einerseits durch das Budget des FKI und dessen allgemeinem Spendenaufkommen. Wir haben uns nach Prüfung dieser Option bewusst dagegen entschlossen, Patenschaften zu vermitteln, um eine Ungleichverteilung der Bildungsförderung zu vermeiden. Weitere Finanzierung des Kindergarten-Betriebs erhoffen wir uns jedoch durch größere Einzelspenden. Sollten Sie Interesse daran haben, speziell unsere Bildungsarbeit zu fördern, sprechen Sie uns bitte darauf an!

Ziele des Kindergartenprojekts

  • Hauptziel des Kindergartens ist es, Klein- und Vorschulkindern die physischen und kognitiven Voraussetzungen zu geben, staatliche oder andere schulische Angebote nachhaltig erfolgreich wahrnehmen zu können.

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  • Neben der primären Erziehungs- und Bildungsaufgabe für Kinder, besteht die Aufgabe, auch die Eltern durch praktische Mitwirkung am sozialen Gelingen des Kindergartens zu beteiligen. In einem Prozess der Erwachsenenbildung, der aber nicht nur die Mütter der Kinder einbeziehen soll, werden primär alle dringenden Belange der Kindeserziehung, Gesundheit, Ernährung und Hygiene vermittelt und eingeübt.
  • Schließlich ist es das Ziel, die Elterngemeinschaft bzw. die indigenen Gemeinden selbst an der Verwaltung und Leitung des Kindergartens zu beteiligen. Langfristig sollen die Eltern selbst, bzw. die örtliche indianische Gemeinschaft zu Trägern des Kindergartens werden.